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Interview mit St. Lucias Tourismusminister Allan Chastanet

Mehr Fähren in der Karibik

 

Vize-Tourismusministerin - María Elena López Reyes

St. Lucias
Tourismusminister
Allan Chastanet

     Castries, Anfang 2009 - Insulaner und ausländische Urlauber klagen seit Jahren über zu hohe Flugpreise in der Karibik. «Neue Fährverbindungen helfen Geld sparen und werden bei "Inselhüpfern" immer beliebter.» Dies sagt Allan Chastanet, Tourismusminister von St. Lucia, in einem Gespräch mit CariLat.de in der Inselhauptstadt Castries. So werde in diesem Jahr eine durchgehende Fährverbindung für Personen-Schnellboote von Trinidad im Süden der Kleinen Antillen bis Antigua im Norden aufgebaut. «Dabei steuern die Fähren Inseln wie Grenada, St. Lucia, Barbados, Martinique, Dominica und Guadeloupe an.» Die Passagiere schätzen nach den Worten des Ministers, dass sie «mehr Gepäck mitnehmen und an Bord karibisches Feeling mit einem Drink, viel Wasser herum sowie Grün und Palmen am Horizont genießen können.»

Chastanet bedauert, dass keine Linie einen innerkaribischen Airpass offeriert, der zum Beispiel die Dominikanischen Republik, Britische Jungfraueninseln, St. Martin, Trinidad und Aruba verbindet. Der regionale Airliner LIAT hat dieses Angebot längst gestrichen.

Die Flüge von Insel zu Insel wichtiger Karibik-Linien wie LIAT, American Eagle, Air Jamaica oder Caribbean Airlines (früher BWIA) sind inzwischen so teuer, dass manche Insulaner Flüge zu Verwandten auf anderen Inseln in letzter Zeit streichen mussten. Und Touristen haben längst nicht die günstigen Möglichkeiten wie in Südostasien oder Teilen Lateinamerikas.

Beispiel: Von Frankfurt ist ein Flug nach Havanna ab 700 Euro zu haben, von St. Martin nach Havanna kostet er meist deutlich mehr, mindestens zweimal Umsteigen inbegriffen. Und selbst ein Returnticket von Anguilla auf die etwa 500 Kilometer entfernte Insel St. Lucia kostet 350 bis 400 Euro.

Chastanet: «Billig-Airlines zwischen den Inseln wird es leider auf absehbare Zeit nicht geben.» Denn die Distanzen seien oft kurz, die Landegebühren würden durch viele Zwischenstopps recht hoch, sagt der Experte, der früher auch Vizechef bei Air Jamaika war. Inselhüpfen auf dem Schnellboot sei preiswerter als ein Flug, aber auch nicht billig.
 

Bereits buchbar:

St.Lucia –Barbados – Martinique – Dominica – Guadeloupe
Derzeit gibt es Fährverbindungen zum Beispiel von St. Lucia nach Barbados und Martinique und von dort nach Dominica und Guadeloupe. Eine Strecke kostet umgerechnet zwischen 60 und 90 Euro und dauert meist zwischen 90 Minuten und gut zwei Stunden.

Preiswert: St. Martin – Anguilla

Eine der preiswertesten Fährverbindungen ist die 20 Minuten dauernde Passage vom französischen Teil St. Martins ins 12 Kilometer entfernte britische Anguilla. Die einfache Strecke kostet einschließlich Hafentaxe gut 15 Euro.
Vergleichsweise günstig für den Geldbeutel sind immer inländische Verbindungen - so zum Beispiel zwischen Trinidad und Tobago und innerhalb der Bahamas.

 

Abenteuerlich: Nassau – Great Inagua

Eine der längsten und spannendsten Karibik-Passagen bietet das Inselreich der Bahamas: Bis zu 36 Stunden braucht das Postschiff von Nassau nach Great Inagua. Eine Strecke mit schlichtem Doppelstockbett und Mahlzeiten kostet gut 80 Euro pro Person. Mit Rum, Domino- und Kartenspiel unter dem Sternenzelt ist auch in der Nacht für echt «Caribbean Feeling» gesorgt.

Abenteuerlich: Nassau – Great Inagua

Abenteuerlich: Nassau – Great Inagua


Interview und Fotos Bernd Kubisch

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Stand: 07. Mai 2009
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